Regellesung

Die tägliche Lesung aus der Regel des heiligen Benedikt ist fester Bestandteil des klösterlichen Lebens. Wenn sich die Mönche etwa zum gemeinsamen Mittagessen im Refektorium eingefunden haben, ist einer der Mitbrüder damit beauftragt, die Regellesung zu halten.

Der heilige Benedikt selbst sagt über seine Regel, er habe sie geschrieben, um eine dem Mönchtum einigermaßen entsprechende Lebensweise oder einen Anfang im klösterlichen Leben zu bekunden. Dass sie bis heute nichts von ihrer Attraktivität verloren hat, zeigt die Weitsicht des Ordensmannes.

„Wenn du also zum himmlischen Vaterland eilst, wer immer du bist, nimm diese einfache Regel als Anfang und erfülle sie mit der Hilfe Christi. Dann wirst du schließlich unter dem Schutz Gottes zu den oben erwähnten Höhen der Lehre und der Tugend gelangen.“ (Benediktregel 73)