Schneiderei

In ihren eigenen Reihen haben die Mönche keinen Schneider mehr. Dafür kümmert sich seit 27 Jahre Anneliese Pfefferl darum, dass das schwarze Ordensgewand der Benediktiner immer ordentlich aussieht. Zu ihr bringen die Patres und Fratres ihren Habit, dessen Stoff aus reiner Schurwolle besteht, wenn wieder einmal etwas gerichtet werden muss. Denn was tagtäglich getragen wird, wird natürlich strapaziert. „Meistens müssen die Taschen erneuert werden“, sagt die gelernte Damenschneiderin. Gelegentlich seien neue Ärmel fällig, weil diese bei der häufigen Arbeit am Schreibtisch leiden.

Sogar Messgewänder und Alben bessert die Schneiderin aus, damit für den Dienst am Altar alles in Ordnung ist. Inzwischen gibt es im Kloster auch fast keinen Vorhang mehr, der nicht von ihr genäht wurde. „Ich gehöre eben zum Inventar“, sagt Pfefferl da nur lachend.