Kirchenkonzert
Ein Hörgenuss für ein volles Haus
Die Capella Beata Vergine del Rosario füllte die Mettener Stiftskirche bis auf den letzten Platz
In einem bekannten Kirchenlied heißt es: „Ein Haus voll Glorie schauet.“ Diese Verszeile ließe sich dieser Tage in einem anderen Sinn auf die Mettener Stiftskirche St. Michael übertragen. Das Barockjuwel war bis auf den letzten Platz gefüllt. Sogar in den Seitennischen und auf der Empore fanden noch viele Zuhörerinnen und Zuhörer Sitzplätze, da man zusätzliche Stühle in das Gotteshaus getragen hatte. Die „Capella Beata Vergine del Rosario“ aus Triest machte Station in Metten. Im Rahmen der Reihe „Konzerte im Kloster Metten“ konnte die Formation nun im Oktober, dem Rosenkranz- und Marienmonat, die Mettener Stiftskirche mit ansprechendem Gesang und feiner Musik erfüllen. Abt Athanasius Berggold OSB, der mit weiteren Mitbrüdern vom Konvent dem Konzert lauschte, oblag es vor vollem Haus die Musizierenden und die Sängerschar zu begrüßen. Sein Gruß galt auch den Zuhörerinnen und Zuhörern, die teils von weit angereist waren. Christoph Liebl, der für die Konzerte im Kloster Metten verantwortlich zeichnet, war ein erneuter Glücksgriff gelungen. Elia Macri, der Leiter des Ensembles, vollführte mit der Gesamtformation ein großartiges Potpourri an klassischer kirchlicher Musik. „Es ist gleichsam eine Reise nach Wien“, führte Abt Athanasius in seiner Einleitung aus. Neben dem Concerto VI D-Dur von Giuseppe Torelli und dem berühmten Magnificat g-Moll von Antonio Vivaldi bestritten Instrumentalisten uns Chor Stücke von Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadé Mozart und Franz Schubert. „Die Musik hätte passender zum Oktober, zum Marien- und Rosenkranzmonat, nicht ausgewählt werden können“, schwärmte der Benediktinerabt in seinen Worten zu Beginn. Den Solisten, den Musizierenden und dem Chor gelang es, stimm- und klanggewaltig das „Haus voll Glorie“ zu erfüllen mit herrlicher Musik. Mit Händel führte einer der Solisten die Zuhörerschaft in die englische Sprache. Mit „Comfort ye my people“ und „Ev’ry valley shall be exalted“ gelang der Ausflug in das Händels Gesamtkomposition „The Messiah“. Aus der Feder von Händel stammte auch „Eternal source of light divine“. Erhebend waren die ausgewählten Stücke von Mozart. „Sub tuum praesidium“ erklang in einer wunderbaren Vielfalt der Chorstimmen, ebenso „Laudate Dominum“, welches die Musizierenden gekonnt begleiteten. „Alma Dei creatoris“ erfüllte die Herzen ebenso. Immer wieder brandete Beifall aus dem Kirchenschiff in Richtung Presbyterium. Zurecht. Den Schlusspunkt setzte die Messe G-Dur von Franz Schubert, die nicht unbekannt doch wieder mit neuer Klangfarbe, instrumentalistischem Können und viel Präzision zu Gehör gebracht wurde. Den Schlusspunkt setzte am Ende der Messe von Franz Schubert die schwere Glocke der Mettener Michaelskirche, welche die Zuhörerschaft sinngemäß daran erinnerte, dass alles Musizieren und Singen im Kirchenraum zu Ehre Gottes geschieht. Mit viel Beifall adressierte die bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche das musikalische Können und die talentierten Stimmen. Eine Zugabe durfte hier natürlich nicht fehlen. Matthias Probst, für Christoph Liebl und viele Altmettener kein Unbekannter, wirkte im Chorgesang mit. Weiter waren Giulia Chetta, Greta Di Sopra, Ilaria Ostici, Anna Libralato, Noemi Boros, Berenice Rivolta, Sara Dentice, Lara Pavletic, Simone Calmo, Giovanni ascio, Mathias Ferluga, Davide Rossi, Marco Filippo und Uros Dukanovic Akteure im Chor. Die Solostimmen kamen von Adriana Tomisic (Sopran), Fabiana Polli (Alt), Emanuele Petracco (Tenor) und Manuel Sedmak (Bariton). An der Trompete brillierte Giacomo Vendrame. Die weiteren Instrumente erklangen durch Maruo Spinazze und Stefano Favretto (jeweils Violine), Simone Siveiero (Viola), Francesco Pinosa (Violoncello) und Manuel D’Amico (Kontrabass). Im November steht bereits die nächste Veranstaltung in der Reihe „Konzerte im Kloster Metten“ auf dem Programm. Am 21. November wird es abends um 19 Uhr ein Kammerkonzert im Wittelsbachersaal der Benediktinerabtei Metten geben. Die Karten sind in Kürze an der Klosterpforte oder über
stiftsmusik@kloster-metten.de erhältlich bzw. können reserviert werden.





